Was ist Schistosomiasis?

Schistosomiasis ist eine durch Armut bedingte Tropenkrankheit, die von Saugwürmern verursacht wird. Menschen können sich in und am Wasser infizieren, unter anderem bei der Körperpflege, beim Baden, Wäsche waschen, beim Fischen oder Besteigen eines Boots. Winzige Larven des Parasiten bohren sich durch die Haut und entwickeln sich zu Würmern. Sie produzieren tausende Eier, die der Mensch mit Kot oder Urin wieder ausscheidet.

Durch schlechte hygienische Bedingungen können diese Eier mit den Fäkalien wieder ins Wasser gelangen, in dem spezielle Wasserschnecken leben. In diesen findet die weitere Entwicklung des Parasiten statt. Schließlich werden erneut für den Menschen infektiöse Larven in das Wasser ausgestoßen. Der Kreislauf beginnt aufs Neue.

Bei den erkrankten Menschen werden Darm und Harntrakt, aber auch Geschlechtsorgane, Leber und Milz geschädigt. Ohne frühzeitige Behandlung kann dies zu dauerhaft en Schäden oder gar zum Tod führen.

Mehr als 250 Millionen Menschen in 78 Ländern sind an Schistosomiasis erkrankt. Ungefähr 300.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen dieser Krankheit.